Selbstverständnis des space-left

Wir, die Aktiven des space-left, verstehen uns als Zusammenschluss von Hacker_innen und Hacking als einen vielschichtigen Begriff. Zu diesem zählen wir sowohl einen selbstermächtigenden, emanzipatorischen Einsatz kreativen Potentials zur mitunter unkonventionellen Lösung von Problemen; wie auch einen gestaltenden, schöpferischen Umgang mit Technik und/oder der eigenen Umgebung, aus dem Kunst und Schönheit erwachsen kann. Die politische bzw. gesellschaftliche Relevanz von Technik, ihrer wissenschaftlichen und philosophischen Betrachtung ergibt sich aus der komplexen Verwobenheit von Gesellschaft und Technik.

Wir wollen gesellschaftlichen Diskriminierungsstrukturen wie z.B. Rassismus, Sexismus und Antisemitismus nicht nur auf theoretischer Ebene begegnen. Viel mehr wollen wir einen Raum schaffen, in dem das Bewusstsein für diese Strukturen geschärft und eine solidarische, antirassistische und antisexistische Praxis die Konsequenz ist.

Eine solche Praxis wollen wir dadurch auf den Weg bringen, dass wir das gesellschaftliche Potential von Hacking und technischem Wissen als Zugang zur Welt, als gestaltendes Moment und als Selbstermächtigung betrachten und auf der Grundlage eines solchen Verständnisses unseren Beitrag zur Wissensvermittlung leisten. Dabei legen wir Wert auf Dezentralisierung zur Herstellung und Erhaltung informationeller Selbstbestimmung wie auch auf die Möglichkeit, sich mit verschiedenen – technischen wie nicht-technischen – Ansätzen auseinanderzusetzen.

Der space-left ist offen für Interessierte, unabhängig von den in unserer Gesellschaft häufig anzutreffenden Ausschlusskriterien wie beispielsweise Geschlecht, Aussehen, Alter oder Herkunft. Uns ist respektvoller Umgang miteinander, Interesse und die Zustimmung zu unserem Grundverständnis sozialen Handelns wichtiger als Können oder Vorwissen.